Also Taxi ins Hotel - natürlich schläft in dem für mich vorgesehenen Bett noch jemand, aber das Gepäck bin ich los, und ich will ja jetzt auch nicht schlafen, sondern die Stadt ansehen.
Ich habe ein Tagesticket für den HoHo-Bus. Auckland liegt an der schmalsten Stelle Neuseelands sozusagen zwischen den Meeren, nämlich der Tasmansee und dem Pazifik. Also genug Wasser für all die Segelboote - den Beinamen "Sailing City" trägt Auckland zu Recht.
Es gibt mehrere Aussichtspunkte mit einer tollen Sicht auf die wirklich schöne Stadt. Auckland ist mit 1,5 Millionen Einwohnern die groesste Stadt Neuseelands, jeder 3. Neuseeländer wohnt hier. Natürlich schlägt hier das wirtschaftliche Herz der Nation und so mancher Kommentar des Busfahrers und später des Führers im Museum lässt vermuten, dass es bis heute ein wenig an Aucklands Stolz kratzt, den Hauptstadt-Status schon im 19. Jahrhundert an das viel kleinere Wellington verloren zu haben.
Im Auckland War Memorial Museum habe ich eine Führung. Das War Memorial Museum wurde ursprünglich als Gedenkstätte für die Gefallenen des 1. Weltkrieges erbaut, aber bald auf alle Kriege mit neuseeländischer Beteiligung (einschließlich der Maori-Kriege) erweitert.
Außerdem befindet sich im gleichen Gebäude das Auckland Museum mit naturkundlichen und geschichtlichen Ausstellungen. Es gibt eine große Sammlung polynesischer und Maori Artefakte, die die noch immer sichtbaren Zusammenhänge der Maorikultur mit der ihres polynesischen Ursprungs zeigen. Uebrigens ist Auckland heute die größte polynesische Stadt und hat von einigen Pazifikinseln mehr Einwohner übernommen als dort heute leben.
Im Museum gibt es auch eine Vorführung von Maorigesang und Tanz, natürlich mit einem Haka als Abschluss.
Am späten Nachmittag fahre ich mit der Hafenfähre nach Devenport.
Vom Wasser aus bietet sich ein herrlicher Blick auf die Skyline von Auckland.
Morgen früh will ich mir Auckland noch von ganz oben ansehen, nämlich vom Skytower aus. Und dann heißt es Abschied nehmen von der Südhalbkugel, auch die längste Reise geht mal zu Ende.
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